Start Hans Asperger (Asperger-Syndrom)
Autismus und Hans Asperger - Asperger Syndrom PDF Drucken E-Mail

In einer Reihe mit den Psychiatern Leo Kanner und Eugen Bleuler hat er großartige Beobachtungen und Grundlagenforschung in Bezug auf Autismus veröffentlicht. Nach Hans Asperger wurde später auch eine spezielle Form / Ausprägung von Autismus benannt: das sogenannte Asperger Syndrom.  Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, ob sowohl Leo Kanner und Hans Asperger die frühen Aufzeichnungen von Eugen Bleuler bekannt waren und sie auf diese Forschungsarbeiten zurückgreifen konnte. Doch diese Tatsache vermag die eigenständige Forschungsleistung von Kanner und Asperger nicht zu schmälern.

 

Ähnlich wie Leo Kanner beschäftigte sich Hans Asperger mit Autismus als eigenständiges Krankheitsbild. Anders als Kanner und dessen Kanner-Syndrom weisen Aspergers Beobachtungen  eine besondere Form des Autismus auf. Das Asperger-Syndrom weist demnach kaum eine Beeinträchtigung der sprachlichen und kognitiven Entwicklung der Individuen auf. Nach Asperger weisen Kinder mit seinem Syndrom einen hohen bis überdurchschnittlich hohen Intelligenzquotienten auf und neigen weniger zu den von Kanner beschriebenen allgemeinen Lernschwierigkeiten. Das Asperger-Syndrom betrachtet also losgelöst von Kanner-Syndrom eine eigene Ausprägung des Autismus. Asperger beobachtet bei seinen Test zudem, dass häufig soziale Defizite auftreten. Diese durch Autismus hervorgerufenen Defizite werden später als qualitative Beeinträchtigung der sozialen Interaktion und im Sozialverhalten bekannt. Ferner sind bei Aspergers Beobachtungen von Kindern motorische Beeinträchtigungen und Spezialinteressen auffällig.