Ernährung und Diäten PDF Drucken E-Mail

Die Rolle der Ernährung steht bei autistischen Kindern inzwischen immer häufiger im Fokus. Gilt sie sowohl als Ursache für Autismus als auch als Chance zur Verhinderung der Erkrankung. Trotz zahlreicher Versuche, Analysen und Tests konnte bisher keinen Beweis für diese Theorie gefunden werden. Viele Eltern und auch Wissenschaftler sind dennoch der Überzeugung, dass ein Mangel an bestimmten Vitaminen oder Mineralstoffen Autismus verursachen könnte.

 

Ein weiterer Grund für die Zunahme an ernährungstechnischen Behandlungsansätzen ist die Unzufriedenheit der Eltern mit den herkömmlichen Therapien. Viele Eltern berichten über positive Veränderungen und Erfolge bei der Behandlung autistischer Symptome mit kontrollierter Ernährung und Diäten. Im Wesentlichen konzentriert sich der ernährungstechnische Ansatz auf die nachfolgend detaillierten Teilgebiete:

 

-       Vermeidung von Lebensmittelallergien

  1. Gluten
  2. Kaseine

-       Nahrungsergänzung

  1. Vitamin A,C, B6, Folsäure und B12
  2. Magnesium, Zink
  3. Omega-Fettsäuren

 

Am häufigsten findet man heute die gluten- und/oder kaseinfrei Ernährung bei autistischen Kindern.

 

Lebensmittelallergien

Autistische Entwicklungen sollen u.a. auf  Überempfindlichkeiten und Unverträglichkeiten gegen bestimmte Lebensmittel zurückzuführen sein, so einige Eltern. Häufig werden dabei die gluten- und kaseinfreien Ernährung genannt. Diese Stoffe sollen bestimmte Reaktionen bei autistischen Kindern auslösen. Durch gluten- und kaseinfreie Ernährung sollen sich einige Symptome des Autismus verbessert haben. Einige Behandlungsansätze konzentrieren sich daher auf die Prävention von Allergien durch richtige bewusste Ernährung. Im weiteren Rahmen werden Essgewohnheiten der Kinder geändert um die erhofften Effekte erzielen zu können. Wissenschaftlich ist dieser Ansatz nicht nachgewiesen.

           

Nahrungsergänzung

Bei autistischen Kindern liegt oft ein Mangel an Vitaminen, Mineralien und Nährstoffen vor, so die Meinung einiger Wissenschaftler und Eltern. Nahrungsergänzungsmittel werden daher eingesetzt um die Situation des Kindes allgemein zu verbessern. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Einige Eltern meinen es zu gut und überhäufen ihr Kind mit Überdosen an Vitaminen und Mineralien. Eine Überdosis kann dabei toxischen Charakter erreichen und zu einer Gefahr für das Kind werden. Auch bei Nahrungsergänzungsmitteln sollte eine Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

 

Nicht selten werden Nahrungsergänzungsmittel bei autistischen Kindern erfolgreich eingesetzt. Neben den klassischen Ergänzungen wie Vitaminen und Mineralien existieren zahlreiche weitere Zusatzpräparate. Durch Nahrungsergänzungen sollen vorwiegend das Immunsystem gestärkt-, der Körper entgiftet-, der Verdauungsprozess unterstützt- und Neutransmitter (Stoffe die Informationen von einer Nervenzelle zu einer anderen übergeben = Botenstoffe des Gehirns) in ihrer Funktionsweise unterstützt und gefördert werden.

 

Zu den gängigen Nahrungsergänzungen zählen mitunter:

  1. Vitamine und Mineralien
  2. Omega 3 Fettsäuren
  3. Probiotika
  4. Verdauungsenzyme